
Darm, Mikrobiom & Stoffwechsel
IgG-Nahrungsmitteltest auf 286 Lebensmittel
Der IgG-Nahrungsmitteltest misst, wie stark Ihr Immunsystem IgG-Antikörper gegen einzelne Lebensmittel gebildet hat. Er stellt keine Diagnose und weist keine Allergie nach. Was er liefert, ist ein geordneter Ausgangspunkt für eine begleitete Auslassphase, wenn Sie schon länger vermuten, dass Ihre Ernährung mit Ihrem Befinden zu tun hat.
Auf einen Blick
- Was gemessen wird
- IgG-Antikörper gegen 286 Nahrungsmittelantigene aus 13 Gruppen
- Verfahren
- ELISA-basierter Multiplex-Test im Partnerlabor
- Probe
- Wenige Tropfen Kapillarblut aus der Fingerkuppe, keine Venenpunktion
- Dauer vor Ort
- Wenige Minuten
- Befund
- In ein bis zwei Wochen, schriftlich
- Besprechung
- Persönliches Gespräch in der Apotheke
- Kosten
- 199 €, Selbstzahlerleistung
- Beratung durch
- Theresia Weigel, Apothekerin
Was der Test misst
Im Labor wird bestimmt, wie viele IgG-Antikörper in Ihrem Blut gegen einzelne Nahrungsmittel gerichtet sind. Untersucht werden 286 Antigene aus 13 Gruppen, darunter Milchprodukte, Getreide, Nüsse, Gewürze und neuartige Lebensmittel wie Chia oder Moringa.
Für die Probe genügt ein Stich in die Fingerkuppe. Eine Blutentnahme aus der Vene ist nicht nötig, der Termin dauert wenige Minuten, und Sie müssen weder nüchtern kommen noch Allergiemedikamente absetzen. Der Test selbst löst keine allergische Reaktion aus, weil im Labor gemessen wird und nicht an Ihnen.
Was der Test leisten kann und was nicht
Das gehört vor die Entscheidung und nicht hinter den Befund.
- IgG-Antikörper sind kein Nachweis einer Unverträglichkeit. Sie entstehen oft schlicht dadurch, dass Sie ein Lebensmittel regelmäßig essen, und gelten auch als Zeichen normaler Gewöhnung des Immunsystems. Ein hoher Wert bei Weizen kann bedeuten, dass Sie viel Brot essen. Mehr zunächst nicht.
- Der Test ist kein Allergietest. Echte Nahrungsmittelallergien laufen über IgE-Antikörper und werden ärztlich abgeklärt, ebenso Zöliakie, Laktose- und Fruktoseintoleranz und Histaminunverträglichkeit. Dafür gibt es andere Verfahren, und die gehören in andere Hände als unsere.
- Wissenschaftlich anerkannt ist er nicht, und das sagen wir offen. Die deutschen und europäischen Allergie-Fachgesellschaften raten davon ab, IgG-Tests zur Diagnose von Allergien oder Unverträglichkeiten einzusetzen. Untersucht wurde unter anderem, ob eine am IgG-Profil ausgerichtete Ernährungsumstellung bei Reizdarmbeschwerden etwas bewirkt. Die vorliegenden Ergebnisse reichen nicht aus, um daraus eine Empfehlung abzuleiten.
Sie werden auf anderen Websites lesen, dass dieser Test bei Migräne, Depressionen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen hilft. Solche Aussagen stehen hier nicht, weil sie sich nicht belegen lassen.
Warum wir ihn trotzdem anbieten
Weil der Befund etwas leistet, das mit dem Laborwert wenig zu tun hat: Er gibt Menschen, die seit Jahren im Trüben fischen, eine geordnete Liste, mit der sich arbeiten lässt. Ein Ernährungstagebuch ohne Ausgangspunkt führt selten weiter. Mit einer Auswahl von zwölf auffälligen Lebensmitteln statt der ganzen Speisekarte wird aus einem diffusen Vorhaben ein Plan mit Anfang und Ende.
Das ist unsere Erfahrung aus der Beratung und kein Wirksamkeitsnachweis. Es gilt nicht für jeden, und wir sagen Ihnen im Vorgespräch, wenn wir den Test bei Ihrer Fragestellung für das falsche Mittel halten.
Wir behandeln das Ergebnis deshalb als Orientierung und nicht als Verbotsliste. Auffällige Lebensmittel werden gezielt und zeitlich begrenzt weggelassen und danach wieder eingeführt. Erst wenn sich in dieser Phase etwas an Ihrem Befinden ändert, wird daraus eine Empfehlung. Wer dagegen dauerhaft zwanzig Lebensmittel streicht, riskiert Nährstofflücken und eine Ernährung, die im Alltag nicht durchzuhalten ist. Deshalb begleiten wir die Phase, statt Ihnen nur einen Ausdruck mitzugeben.
Für wen der Test in Frage kommt
- Menschen mit wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder wechselndem Stuhlgang, bei denen ärztlich bereits andere Ursachen abgeklärt wurden.
- Menschen, die ihre Ernährung strukturiert überprüfen und ein Ernährungstagebuch gezielter anlegen möchten.
- Menschen, die eine Auslass- und Wiedereinführungsphase planen und dafür einen Anfang suchen.
Bei starken oder akuten Beschwerden, Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust oder Fieber gehört die Abklärung zuerst in eine Arztpraxis. Ein Labortest kann in solchen Fällen wertvolle Zeit kosten.
So läuft es ab
- 1
Termin vereinbaren
Telefonisch, per E-Mail, online von zu Hause aus oder direkt bei uns in der Apotheke.
- 2
Vorgespräch
Wir klären, welche Frage Sie beantworten wollen und ob der Test dafür passt. Passt er nicht, sagen wir das, und Sie zahlen nichts.
- 3
Blutentnahme
Wenige Tropfen aus der Fingerkuppe, danach geht die Probe an unser Partnerlabor.
- 4
Befund
Nach ein bis zwei Wochen liegt das Ergebnis zu allen 286 Lebensmitteln vor.
- 5
Besprechung
Wir gehen den Befund gemeinsam durch und legen fest, welche Lebensmittel für eine begrenzte Auslassphase in Frage kommen, wie lange und in welcher Reihenfolge sie danach wieder auf den Teller kommen.
Diese 13 Gruppen werden getestet
286 Lebensmittel insgesamt, hier eine Auswahl:
- Ei und Milch: Kuhmilch, Ziegenmilch, Eiweiß, Eigelb, Gouda, Mozzarella, Parmesan.
- Fisch und Meeresfrüchte: Lachs, Kabeljau, Thunfisch, Makrele, Garnele, Tintenfisch.
- Fleisch: Rind, Schwein, Huhn, Truthahn, Lamm, Wild.
- Gemüse: Tomate, Paprika, Kartoffel, Zwiebel, Knoblauch, Brokkoli, Avocado.
- Getreide und Samen: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Reis, Buchweizen, Quinoa.
- Gewürze: Kurkuma, Ingwer, Zimt, Pfeffer, Chili, Oregano, Rosmarin.
- Hülsenfrüchte: Soja, Erdnuss, Linse, Erbse, grüne Bohne.
- Kaffee und Tee: Kaffee, Kakao, grüner und schwarzer Tee, Kamille, Pfefferminze.
- Neuartige Lebensmittel: Chiasamen, Chlorella, Aronia, Baobab, Moringa, Ginseng.
- Obst: Apfel, Banane, Erdbeere, Kiwi, Orange, Mango, Ananas.
- Nüsse: Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Paranuss, Kokosnuss.
- Speisepilze: Champignon, Steinpilz, Pfifferling, Austernpilz.
- Sonstige: Backhefe, Honig, Hopfen, Rohrzucker, Agar-Agar.
Die vollständige Liste aller 286 Lebensmittel bekommen Sie auf Anfrage in der Apotheke.
Preis und Leistungsumfang
199 €, Selbstzahlerleistung. Enthalten sind:
- Vorgespräch und Kapillarblutentnahme in der Apotheke.
- Laboranalyse von 286 Nahrungsmittelantigenen aus 13 Gruppen.
- Schriftlicher Befund.
- Persönliche Befundbesprechung mit fachlicher Einordnung.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in aller Regel nicht. Private Kassen erstatten im Einzelfall, das klären Sie am besten vorab dort.

Wer Sie berät
Theresia Weigel
Apothekerin und Inhaberin der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Apotheke seit über zehn Jahren und hat sich auf die Verbindung von Schulmedizin, funktioneller Medizin und Ayurveda spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören Darmgesundheit und Mikrobiom, Mikronährstoffe, Aromatherapie und Ayurveda sowie die Betreuung von Leistungssportlern, darunter Olympiateilnehmer. Ihre Beratung stützt sich auf langjährige praktische Erfahrung.
Beratungstermin vereinbarenHäufige Fragen
Ist das ein Allergietest?
Nein. Gemessen werden IgG-Antikörper. Nahrungsmittelallergien laufen über IgE und werden ärztlich über Bluttests, Hauttests oder eine Provokation abgeklärt.
Muss ich alle Lebensmittel mit erhöhtem Wert weglassen?
Nein, und das wäre auch keine gute Idee. Erhöhte Werte zeigen häufig nur, dass Sie ein Lebensmittel oft essen. In der Besprechung legen wir gemeinsam fest, welche für eine begrenzte Auslassphase sinnvoll sind und wie Sie sie danach wieder einführen.
Muss ich nüchtern kommen oder Medikamente absetzen?
Nein. Auch Allergiemedikamente können Sie weiternehmen. Setzen Sie bitte grundsätzlich keine Medikamente eigenständig ab.
Soll ich vorher bestimmte Lebensmittel meiden?
Im Gegenteil. Essen Sie in den Wochen vor dem Test wie gewohnt. Lebensmittel, die Sie längere Zeit nicht gegessen haben, zeigen oft niedrige Werte, und das verzerrt das Ergebnis.
Wie lange dauert es bis zum Ergebnis?
Ein bis zwei Wochen nach der Probenentnahme. Den Termin für die Besprechung machen wir, sobald der Befund da ist.
Was kostet der Test?
199 Euro, inklusive Blutentnahme, Laboranalyse, schriftlichem Befund und Besprechung. Weitere Kosten entstehen nicht.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Kassen in der Regel nicht. Bei privaten Kassen lohnt eine Nachfrage vorab.
Ersetzt der Test den Arztbesuch?
Nein. Bei anhaltenden Beschwerden sollte zuerst ärztlich abgeklärt werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahintersteckt.
Kann ich den Termin online buchen?
Ja, die Terminbuchung geht auch von zu Hause aus.
Wir klären vorab, ob der Test zu Ihrer Frage passt.
Rufen Sie an oder kommen Sie vorbei. Im Vorgespräch gehen wir Ihre Fragestellung in Ruhe durch und sagen offen, wenn der Test dafür nicht das richtige Mittel ist.
Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00
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